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Douglas Adams und die Zahl 42

@brenkee

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Wir bei fortytwomagazine waren schon immer Gegner einfacher Antworten auf große Fragen. Als wir vor mehr als sechs Jahren beschlossen, ein Magazin zu gründen, wollten wir im Gespräch mit Wissenschaftler:innen zeigen, wie vielfältig die Perspektiven auf die Herausforderungen unserer Zeit sind. In der großen Diskussion um den Namen unseres Projekts warf dann plötzlich jemand diese Zahl in den Raum: 42. Die Antwort „auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“, die der Super-Computer Deep Thought in Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ in 7,5 Millionen mühevollen Jahren errechnet. Auch der britische Autor und Satiriker Adams hatte wohl so seine Meinung zu großen Fragen und großen Antworten.

Vor rund 20 Jahren starb Douglas Adams im Alter von nur 49 Jahren. Wir stellen zu seinen Ehren eine Auswahl wissenswerter und skurriler Fakten zusammen.

Der mobile Reiseführer durch die Galaxis

In Douglas Adams bekanntestem Roman muss der Engländer Arthur Dent eines Tages mit Schrecken feststellen, dass sein Haus aufgrund einer neuen Umgehungsstraße abgerissen werden soll. Hilfe sucht er sich bei seinem Freund Ford Prefect. Der, so stellt sich heraus, kommt eigentlich von einem anderen Planeten und ist nur zu Forschungszwecken auf der Erde. Das ist ein Glück für Arthur, denn sein außerirdischer Freund besitzt neben dem lebensnotwendigen Reiseführer “Per Anhalter durch die Galaxis” auch ein enormes Wissen über den Weltraum. Nur mit Fords Hilfe gelingt es Arthur als Anhalter auf einem Raumschiff der Zerstörung der Erde zu entkommen und sich auf die Reise zu anderen Planeten zu begeben.

Diese Idee des mobilen Reiseführers „Per Anhalter durch die Galaxis“ wurde nach Veröffentlichung des Romans vom britischen Radio- und Fernsehanstalt BBC aufgegriffen und durch Adams Firma The Digital Village ins Leben gerufen. Auf der Website https://www.h2g2.com/ finden sich diverse Artikel und Inhalte zur Frage nach dem Sinn des Lebens oder zum Universum. Die erste Empfehlung im Reiseführer lautet übrigens “Keine Panik”. Und über die Erde lässt sich dort nur ein Eintrag finden: Harmlos. 

Die Zahl 42

Im Roman ist 42 die Antwort des Computers Deep Thought auf „die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Das populärwissenschaftliche Magazin Spektrum hat sich im vergangenen Herbst genauer damit beschäftigt, was es mit der Zahl so auf sich hat. Eine Rolle spielen dabei zum Beispiel die alten Ägypter, die Gutenberg-Bibel, der EU-Haushalt und die seltenen Catalan-Zahlen – so wie eine ganze Reihe weiterer mathematischer Phänomene. Douglas Adams Antwort auf die Frage nach der Bedeutung der Zahl fiel Spektrum zufolge vor vielen Jahren aber ernüchternder aus: „Es war ein Witz“.

Qualvolles Schreiben

Douglas Adams schrieb Zeit seines Lebens mehr als 20 Bücher, Kurzgeschichten, Drehbücher und Radioserien. Dennoch scheint der Schaffensprozess dem Autor nicht immer Freude bereitet zu haben. Im März veröffentlichte der britische Guardian eine handgeschriebene Notiz, die Adams einst an sich selbst verfasste. Im Englischen Original steht dort unter der Überschrift “General note to myself”: “Writing isn’t so bad really when you get through the worry. Forget about the worry, just press on. Don’t be embarrassed about the bad bits. Don’t strain at them“. Schreiben ist gar nicht so schlimm – wenn man erst einmal seine Sorgen überwunden hat.

Die Keks-Anekdote

Douglas Adams Vermächtnis ist groß genug, dass auch nach seinem Tod immer wieder Bücher erscheinen, die sein Werk würdigen und bislang unveröffentlichte Texte in die Welt geben (auch die handgeschriebene Notiz ist Teil eines aktuellen Crowdfunding-Projekts). Im Jahr 2003 durfte der Spiegel eine Anekdote aus einem posthum erschienenen Buch des Briten veröffentlichen. Sie hat etwas mit Keksen zu tun und ist ein schönes Beispiel für den feinen Humor, der Douglas berühmt machte. Interessierte finden sie am Ende der Buchbesprechung auf spiegel.de

Blick in die Zukunft 

Auch wenn sich Douglas Adams zeit seines Lebens als Science-Fiction-Autor verstand, haben sich einige seiner Ideen mittlerweile verwirklicht. Beispielsweise beschreibt Adams ein fiktives Telekommunikationsnetzwerk, Sub-Etha, welches das Senden und Empfangen von Daten ermöglicht. Sub-Etha wird erstmals im Roman von 1979 erwähnt und somit einige Jahre vor der Einführung des World Wide Web und der Verbreitung von drahtlosen Datennetzwerken. Weitere Beispiele finden sich auf der Website von BBC Radio 4

Von Neele Mühlhoff und Eliana Berger

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