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Dominic Wunderlich/Pixabay

@Dominic Wunderlich/Pixabay

Dass die Coronakrise die Klimakrise aussticht, war in den letzten Monaten eine große Befürchtung vieler Klimaaktivist*innen. Im Mai lockerten die ersten Staaten ihre Ausgangs- und Kontaktsperren, für manche kehrt langsam eine gewisse Normalität zurück. Trotz hochschnellender Emissionswerte, die die Wiederaufnahme des öffentlichen Lebens mit sich bringt, gibt es auch Hoffnung. So scheint sich der Klimaschutz in Europa auch politisch zu einem wichtigen Bestreben gemausert zu haben. In Form eines „grünen Wiederaufbaus“ soll er nun besser umgesetzt werden. 

Umweltverschmutzung kommt zurück

Wenig optimistisch berichtet Reporterre von einem erheblichen Anstieg der Emissionen in China, nachdem die strengen Quarantänebestimmungen aufgehoben wurden. Ein zusätzlicher Faktor sei, dass viele Menschen den öffentlichen Nahverkehr wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos meiden und auf den PKW zurückgreifen. Mit der menschlichen Aktivität kam auch die Luftverschmutzung zurück. Laut dem Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA), übersteigen die derzeitigen Schadstoffwerte sogar die Zahlen vom Vorjahr, obwohl bisher nur ein Teil der Industrie wieder geöffnet ist.

Green Recovery

Eine Anfang Mai publizierte Oxford-Studie legt nahe, dass grüne Konjunkturmaßnahmen, also solche, die an die Bedingung geknüpft sind, umweltschädliche Emissionen zu senken, auch wirtschaftlich gesehen, besser sind als herkömmliche Rettungsschirme. Laut Klimareporter°(https://www.klimareporter.de/deutschland/gruenes-konjunkturpaket-solardeckel-und-polen-als-ueberraschender-klimaschuetzer ), der die Hauptergebnisse der Studie übersichtlich zusammengefasst hat, sind die grünen Finanzspritzen nicht nur nachhaltig, sondern sorgen kurzfristig für mehr Arbeitsplätze.

Der erste klimaneutrale Kontinent?

Mit Verspätung stellte die Europäische Kommission den Green Deal vor. Unter anderem sollen bis 2030 bereits 50 bis 55 Prozent der schädlichen Emissionen reduziert werden. Auch sollen 25 Prozent der Agrarfläche Europas Bio-Standards entsprechen (im Vergleich zu heutigen 7,5 Prozent), so die französische Zeitung Libération.

Die Süddeutsche Zeitung betont in ihrer Berichterstattung, dass der Green Deal Chancen für Investoren bietet. Mit einem nachhaltigen Umbau soll die Wirtschaft angekurbelt werden. Covid-19 sei also ein Verbündeter und kein Gegner der Klimapolitik. Positiv wird bewertet, dass auch Polen sich mehr und mehr für eine klimafreundliche Politik öffnet.

Leben in extremer Hitze

Die BBC berichten von neuen erschreckenden Folgen der Erderwärmung. Tim Lenton, Klimaforscher und Direktor des Global Systems Institute an der University of Exeter ist Co-Autor einer Studie, die besagt, dass im Jahr 2070 bis zu drei Milliarden Menschen in Regionen mit „unerträglichen Temperaturen“ leben werden, selbst wenn das Pariser Klimaabkommen eingehalten werden sollte.

Von Ella Steiner

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